DRGSystemDeutschland

G95.8-Sonstige näher bezeichnete Krankheiten des Rückenmarkes

Internationale statistische Klassifikation der Krankheitenamtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stellig
In der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSA25
Sonstige Myelopathien / Läsionen der Nervenwurzeln und PlexusZuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Inklusive:

Myelopathie durch: Arzneimittel

Myelopathie durch: Strahlenwirkung

Rückenmarkblase o.n.A.

Kodierhinweis:

Benutze zusätzlich G83.4-, um das Vorliegen einer neurogenen Blasenfunktionsstörung durch ein Cauda- (equina-) Syndrom anzugeben.

Soll das exogene Agens angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (Kapitel XX) zu benutzen.

Exklusive:

Neuromuskuläre Dysfunktion der Harnblase ohne Angabe einer Rückenmarkläsion N31.-

Subkodes7

G95.80Harnblasenlähmung bei Schädigung des oberen motorischen Neurons [UMNL]Morbi-RSA25
G95.81Harnblasenlähmung bei Schädigung des unteren motorischen Neurons [LMNL]Morbi-RSA25
G95.82Harnblasenfunktionsstörung durch spinalen SchockMorbi-RSA25
G95.83Spinale Spastik der quergestreiften MuskulaturMorbi-RSA25
G95.84Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie bei Schädigungen des RückenmarkesMorbi-RSA25
G95.85Deafferentierungsschmerz bei Schädigungen des RückenmarkesMorbi-RSA25
G95.88Sonstige näher bezeichnete Krankheiten des RückenmarkesMorbi-RSA25

Diagnosehäufigkeit

Rang 1016 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,013 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 55 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr1100,043 %1,0
1 bis unter 5 Jahre4040,17 %2,6
5 bis unter 10 Jahre10640,43 %6,3
10 bis unter 15 Jahre18990,78 %3,7
15 bis unter 18 Jahre211290,91 %6,1
18 bis unter 20 Jahre211740,91 %8,6
20 bis unter 25 Jahre8454303,6 %6,0
25 bis unter 30 Jahre10069314,3 %7,1
30 bis unter 35 Jahre149100496,5 %5,4
35 bis unter 40 Jahre153109446,6 %6,5
40 bis unter 45 Jahre205136698,9 %7,2
45 bis unter 50 Jahre164120447,1 %10,3
50 bis unter 55 Jahre2321617110 %6,8
55 bis unter 60 Jahre2891979213 %11,6
60 bis unter 65 Jahre2852077812 %8,2
65 bis unter 70 Jahre219141789,5 %9,1
70 bis unter 75 Jahre162104587,0 %7,7
75 bis unter 80 Jahre9259334,0 %8,6
80 bis unter 85 Jahre6740272,9 %7,3
85 bis unter 90 Jahre2616101,1 %13,0
90 bis unter 95 Jahre4130,17 %1,5
ab 95 Jahren000

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 5,4 Tagen (30 bis unter 35 Jahre) und ⌀ 11,6 Tagen (55 bis unter 60 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung23

3.830 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Sonstige Fachabteilung, hat 30 %

  • Sonstige Fachabteilung30 %1.136
  • Neurologie27 %1.027
  • Urologie14 %518
  • Neurochirurgie12 %460
  • Orthopädie6,7 %257
  • Übrige 18 Abteilungen11 %432
▸ Übrige einzeln
  • Chirurgie2,5 %94
  • Innere Medizin2,2 %83
  • Unfallchirurgie2,0 %76
  • Pädiatrie1,4 %55
  • Geriatrie1,1 %42
  • Kinderchirurgie0,91 %35
  • Intensivmedizin0,60 %23
  • Kardiologie0,10 %4
  • Strahlenheilkunde0,10 %4
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,078 %3
  • Gastroenterologie0,052 %2
  • Gefäßchirurgie0,052 %2
  • Herzchirurgie0,052 %2
  • Kinderkardiologie0,052 %2
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,052 %2
  • Endokrinologie0,026 %1
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,026 %1
  • Nephrologie0,026 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu G95.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Sonstige näher bezeichnete Krankheiten des Rückenmarkes

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 20102026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte