D68.5 Primäre Thrombophilie

ICD-10-GM 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:123Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2, 3 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSAPurpura und sonstige Gerinnungsstörungen / Sarkoidose, exkl. Lunge / Kombinierte Immundefekte B und weitere hämatologische Erkrankungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 6Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE 6 Seltene Erkrankungen mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
⚖ Regellage3 SEG-4-Empfehlungen · 1 weitere Quelle · 1 offene Streitfrage · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Mangel: Antithrombin-

Mangel: Protein-C-

Mangel: Protein-S-

Prothrombin-Gen-Mutation

Resistenz gegen aktiviertes Protein C [Faktor-V-Leiden-Mutation]

Regeln außerhalb des Katalogs4

Wie wird ein AT III-Mangel verschlüsselt? Ein spezifischer Kode dafür ist nicht vorhanden.

Stationäre Aufnahme zur Hüft-TEP. Es liegt eine bekannte APC-Resistenz (Resistenz gegen aktiviertes Protein C) vor. Deshalb ist nach Angaben des Krankenhauses die Thromboseprophylaxe mit Heparin bereits präoperativ begonnen worden. Kann die Nebendiagnose D68.4 Erworbener Mangel an Gerinnungsfaktoren kodiert werden?

gilt über D68.-FoKA: Dissens

Ein Patient wird wegen eines nichttraumatischen Rektusscheidenhämatoms unter Phenprocoumon-Einnahme (INR im therapeutischen Bereich) aufgenommen. Was ist die Hauptdiagnose?

BSGBSG, Urteil vom 16.07.2025: Konkretisierung des Prüfgegenstandes – Ausschluss der Korrektur und Ergänzung von Datensätzen nach Ablauf der Änderungsfristen – Nachkodieru …16.07.2025

Sozialgerichtliches Verfahren - Revisionsverfahren - Feststellung individueller Tatsachen - keine Zurückverweisung an das LSG - Prozessökonomie - Wahrung der Interessen der Beteiligten - Krankenversicherung - Krankenhausvergütung - Abrechnungsprüfung - Präklusionswirkung des § 7 Abs 5 PrüfvV 2016 - Konkretisierung des Prüfgegenstandes - Ausschluss der Korrektur und Ergänzung von Datensätzen nach Ablauf der Änderungsfristen - Nachkodierung nicht durch MDK-Gutachten gerechtfertigt

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Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

44 Fälle · 52 % Frauen · Gipfel 60 bis unter 65 Jahre · 44 % Innere Medizin’24

Rang 4790 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,000 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 59, der Frauen ab etwa 54 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr1102,3 %–
1 bis unter 5 Jahre1012,3 %–
5 bis unter 10 Jahre000–1,0
10 bis unter 15 Jahre1102,3 %–
15 bis unter 18 Jahre3216,8 %8,5
18 bis unter 20 Jahre000––
20 bis unter 25 Jahre3126,8 %6,0
25 bis unter 30 Jahre1102,3 %3,0
30 bis unter 35 Jahre000–4,0
35 bis unter 40 Jahre2024,5 %4,0
40 bis unter 45 Jahre4229,1 %3,0
45 bis unter 50 Jahre2024,5 %–
50 bis unter 55 Jahre3126,8 %2,5
55 bis unter 60 Jahre3216,8 %4,7
60 bis unter 65 Jahre52311 %9,0
65 bis unter 70 Jahre54111 %5,2
70 bis unter 75 Jahre2024,5 %2,0
75 bis unter 80 Jahre3036,8 %–
80 bis unter 85 Jahre3306,8 %–
85 bis unter 90 Jahre2114,5 %2,0
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

2.240 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Chirurgie (44 % und 12 %)

  • Innere Medizin44 %975
  • Chirurgie12 %258
  • Kardiologie5,9 %133
  • Urologie5,8 %130
  • Gastroenterologie5,6 %126
  • Übrige 25 Abteilungen28 %618
▸ Übrige einzeln
  • Hämatologie und internistische Onkologie4,6 %102
  • Pädiatrie4,1 %92
  • Unfallchirurgie2,1 %47
  • Nephrologie1,8 %40
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe1,7 %39
  • Sonstige Fachabteilung1,5 %33
  • Herzchirurgie1,4 %32
  • Orthopädie1,4 %31
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie1,3 %30
  • Gefäßchirurgie1,2 %26
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde1,0 %23
  • Geriatrie0,98 %22
  • Rheumatologie0,80 %18
  • Intensivmedizin0,71 %16
  • Neurologie0,58 %13
  • Pneumologie0,54 %12
  • Dermatologie0,49 %11
  • Kinderkardiologie0,27 %6
  • Neonatologie0,27 %6
  • Kinderchirurgie0,22 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,18 %4
  • Neurochirurgie0,18 %4
  • Endokrinologie0,13 %3
  • Geburtshilfe0,089 %2
  • Thoraxchirurgie0,045 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu D68.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis21

Angeborener Antithrombin-III-Mangel
82Primärschlüssel
Antithrombinämie
Primärschlüssel
Antithrombin-III-Mangel
Primärschlüssel
Antithrombin-Mangel
Primärschlüssel
APC-Resistenz [Resistenz gegen aktiviertes Protein C]
Primärschlüssel
AT-III-Mangel
Primärschlüssel
Autosomal-rezessive Thrombophilie durch angeborenen Protein-C-Mangel
745Primärschlüssel
Autosomal-rezessive Thrombophilie durch angeborenen Protein-S-Mangel
743Primärschlüssel
Familiäre Thrombomodulin-Anomalie
3324Primärschlüssel
Hämorrhagische Diathese durch Antithrombin-Vermehrung
Primärschlüssel
Hereditäre Thrombophilie durch kongenitalen Antithrombin-III-Mangel
82Primärschlüssel
Hereditäre Thrombophilie durch kongenitalen Antithrombin-Mangel
82Primärschlüssel
Hereditäre Thrombophilie durch kongenitalen HRG [histidinreiches Glykoprotein]-Mangel
217467Primärschlüssel
Hereditäre Thrombophilie durch kongenitalen Protein-C-Mangel
745Primärschlüssel
Hereditäre Thrombophilie durch kongenitalen Protein-S-Mangel
743Primärschlüssel
Koagulopathie durch Faktor-V-Genmutation
Primärschlüssel
▸ noch 5 Einträge
Primäre Thrombophilie
Primärschlüssel
Protein-C-Mangel
Primärschlüssel
Protein-S-Mangel
Primärschlüssel
Prothrombin-Gen-Mutation
Primärschlüssel
Thrombomodulin-abhängige Blutgerinnungsstörung
436169Primärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)6

82
Hereditäre Thrombophilie durch kongenitalen Antithrombin-MangelHereditäre Thrombophilie durch kongenitalen Antithrombin 3-Mangel
745
Schwere hereditäre Thrombophilie durch kongenitalen Protein-C-MangelHereditäre Thrombophilie durch PC-Mangel · Thrombophilie durch PC-Mangel, autosomal-rezessive · +1
743
Schwere hereditäre Thrombophilie durch kongenitalen Protein-S-MangelThrombophilie durch kongenitalen Protein-S-Mangel, autosomal-rezessive
436169
Thrombomodulin-abhängige BlutgerinnungsstörungTHBD-abhängige Blutgerinnungsstörung · THBD-bedingte Koagulopathie · +1
3324
Thrombomodulin-Anomalie, genetisch bedingteThrombomodulin-Anomalie, familiäre
217467
Thrombophilie, hereditäre, durch kongenitalen Mangel des Histidin-reichen (poly-L) GlykoproteinsThrombophilie, hereditäre, durch kongenitalen HRG-Mangel

Änderungen

2010Bestand
Primäre Thrombophilie

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte