Vier Tage nach einer in einem anderen Krankenhaus durchgeführten totalen Thyreoidektomie wegen einer Knotenstruma wird eine 52-jährige Patientin mit Kribbeln um den Mund und schmerzhaften Krämpfen der Hände aufgenommen. Das Serumcalcium beträgt 1,7 mmol/l, das Parathormon ist kaum messbar; die Diagnose lautet postoperativer Hypoparathyreoidismus mit hypokalzämischer Tetanie. Sie erhält zunächst Calcium intravenös, danach Calcium und Calcitriol oral. Die nach der Operation begonnene Substitution mit Levothyroxin wird fortgeführt und die Dosis anhand der Schilddrüsenwerte angepasst. Nach fünf Tagen wird sie beschwerdefrei entlassen.