Eine 83-jährige Patientin mit bekannter subkortikaler vaskulärer Demenz wird aus dem Pflegeheim aufgenommen, weil sie seit zwei Tagen zunehmend schläfrig, unaufmerksam und nachts unruhig ist. Die Diagnose lautet Delir bei vorbestehender Demenz. Eine Infektion, eine Exsikkose, Elektrolytstörungen und eine medikamentöse Ursache werden ausgeschlossen; ein Auslöser findet sich nicht. Die Patientin wird mit Reorientierungsmaßnahmen und niedrig dosiertem Melperon behandelt; wegen ihrer Demenz benötigt sie bei der Körperpflege und beim Essen durchgehend Anleitung. Nach fünf Tagen ist das Delir abgeklungen, sie kehrt mit dem gewohnten Grad ihrer Demenz ins Pflegeheim zurück.