Ein 63-jähriger Patient wird drei Wochen nach einer auswärts durchgeführten offenen Leistenhernienoperation links wegen Rötung, Schwellung und eitriger Sekretion aus der Operationswunde aufgenommen. Es wird eine Infektion der Operationswunde festgestellt; das eingebrachte Netz ist nicht betroffen. Im Wundabstrich wächst Staphylococcus aureus, empfindlich auf Oxacillin. Es erfolgt eine chirurgische Wundtoilette mit Entfernung von nekrotischem Gewebe an Haut und Unterhaut der linken Leiste auf einer Fläche von etwa 6 x 3 cm. Die Antibiotikatherapie wird nach Antibiogramm gezielt fortgeführt. Ein Rezidiv der Leistenhernie besteht nicht. Nach acht Tagen wird der Patient mit sauberer Wunde entlassen.