Ein 81-jähriger Patient wird wegen eines akuten Harnverhalts notfallmäßig in die Urologie aufgenommen; über einen transurethralen Dauerkatheter entleeren sich 1.100 ml Urin. Eine benigne Prostatahyperplasie ist seit Jahren bekannt, eine Medikation dafür nimmt der Patient nicht ein. Sonographisch wird das Prostatavolumen mit 65 ml bestimmt, die Nieren sind nicht gestaut. Die Entlastung wird zwei Tage lang mit Ein- und Ausfuhrbilanz überwacht. Eine medikamentöse oder operative Behandlung der Prostatahyperplasie erfolgt während dieses Aufenthalts nicht. Der Patient wird mit liegendem Katheter entlassen; die Operation der Prostata ist für einen späteren Aufenthalt geplant.