Eine 80-jährige Patientin wird von ihrer Hausärztin mit der Einweisungsdiagnose „Pneumonie“ wegen zunehmender Atemnot und Husten eingewiesen. Bei Aufnahme hat sie Atemnot bereits bei leichter Belastung wie dem Anziehen, in Ruhe nicht, und über beiden Lungen feuchte Rasselgeräusche; Fieber und erhöhte Entzündungswerte bestehen nicht. Das Röntgenbild des Thorax zeigt eine Lungenstauung ohne Infiltrat, die transthorakale Echokardiographie eine eingeschränkte linksventrikuläre Pumpfunktion. Die Ärzte diagnostizieren eine dekompensierte Linksherzinsuffizienz und schließen eine Pneumonie aus. Unter intravenösen Diuretika bilden sich Atemnot und Stauung zurück; nach sieben Tagen wird sie nach Hause entlassen.