Eine 76-jährige Patientin wird mit seit zwei Wochen zunehmenden Kopfschmerzen an der rechten Schläfe und Schmerzen beim Kauen aufgenommen. Die Blutsenkung ist auf 88 mm in der ersten Stunde beschleunigt, sonographisch zeigt die rechte Schläfenarterie ein Halo-Zeichen; diagnostiziert wird eine Arteriitis temporalis. Der Visus ist beidseits regelrecht, augenärztlich findet sich keine Sehstörung. Wegen drohender Erblindung erhält die Patientin sofort hochdosiert Methylprednisolon intravenös, danach Prednisolon oral. Beschwerden einer Polymyalgia rheumatica bestehen nicht. Ihre bekannte essentielle Hypertonie wird mit Amlodipin weiterbehandelt, der Blutdruck unter der Kortisontherapie dreimal täglich gemessen.