Ein 48-jähriger Reiter stürzt vom Pferd auf die rechte Brustkorbseite. Im Röntgenbild zeigen sich eine Rippenserienfraktur der fünften bis neunten Rippe rechts, ein Hämatothorax rechts ohne Pneumothorax sowie eine Verschattung im rechten Unterfeld, die als Lungenkontusion gewertet wird; eine äußere Wunde besteht nicht. Über eine großlumige Thoraxdrainage rechts werden 900 ml Blut entleert. Die Lungenkontusion wird mit Sauerstoffgabe und Atemtherapie behandelt, die Rippenfrakturen mit Schmerzmitteln. Alle drei Verletzungen haben die Aufnahme gleichermaßen veranlasst. Der behandelnde Arzt bestimmt den Hämatothorax als Hauptdiagnose, weil er mit Drainage und engmaschiger Überwachung den größten Aufwand verursacht hat. Nach acht Tagen wird der Patient nach Hause entlassen.