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1525 Primärer und sekundärer KaiserschnittLernreihe2 von 13

Gelöstes Beispiel — lesen Sie, wie dieser Fall kodiert wird. Die nächsten Fälle lösen Sie selbst.

Abfall der kindlichen Herztöne unter der Geburt

Eine 31-jährige Zweitgebärende wird bei 40+1 SSW mit spontanen Wehen aufgenommen; das Kind liegt in Schädellage, ein Kaiserschnitt war nicht geplant. Bei 5 cm Muttermundsweite fällt die kindliche Herzfrequenz im CTG auf 70/min ab und erholt sich trotz Lagewechsel und Wehenhemmung nicht. Es wird eine Notsectio mit transisthmischem Querschnitt durchgeführt. Ein lebendes Mädchen von 3450 g wird entwickelt; das Fruchtwasser ist klar.

  • HauptdiagnoseO68.0

    Die fetale Bradykardie unter der Geburt hat die Sectio erforderlich gemacht (D002); ohne Mekonium im Fruchtwasser ist es O68.0.

    „fällt die kindliche Herzfrequenz im CTG auf 70/min ab“

  • NebendiagnoseO09.6

    40 vollendete Wochen bei Aufnahme (1508).

    „wird bei 40+1 SSW mit spontanen Wehen aufgenommen“

  • NebendiagnoseZ37.0

    Resultat der Entbindung bei der Mutter (1507).

    „Ein lebendes Mädchen von 3450 g wird entwickelt“

  • Prozedur5-740.1

    Notfallkaiserschnitt aus kindlicher Indikation unter der Geburt: sekundär (1525); transisthmischer Querschnitt = klassische Sectio (Hinweis bei 5-740).

    „Es wird eine Notsectio mit transisthmischem Querschnitt durchgeführt“

Nach 1525 ist jeder Kaiserschnitt, der wegen einer Notfallsituation oder des Geburtsverlaufs aus mütterlicher oder kindlicher Indikation erforderlich wird, sekundär – fetaler Distress ist als Beispiel genannt. Die Technik mit transisthmischem Querschnitt ist nach dem Hinweis bei 5-740 die klassische Sectio: 5-740.1. Grund der Sectio und Hauptdiagnose ist die abnorme fetale Herzfrequenz, O68.0 – bei klarem Fruchtwasser nicht O68.2. Neben dem Sectio-Kode wird keine Überwachung und Leitung der Geburt (9-260/9-261) kodiert. Dazu O09.6 (1508) und Z37.0 (1507).

Warum nicht …?

  • 5-749.11 — Warum nicht Misgav-Ladach-Sectio? Beschrieben ist ein transisthmischer Querschnitt; dafür ist nach dem Hinweis bei 5-740 die klassische Sectio zu kodieren.
  • O68.2 — Warum nicht abnorme fetale Herzfrequenz mit Mekonium im Fruchtwasser? Das Fruchtwasser ist klar.
  • 9-261 — Warum nicht Überwachung und Leitung einer Risikogeburt? 9-260/9-261 kodieren die Geburt ohne operativen Eingriff; nach Sectio ist die Geburt mit dem Kode aus 5-74 abgebildet.
  • O82 — Warum nicht Geburt durch Schnittentbindung? O82 nur, wenn kein Zustand aus Kapitel XV den Grund der Sectio angibt; hier ist es die fetale Bradykardie.

Quellen: DKR 2026 1525j, DKR 2026 1507e, DKR 2026 1508n