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1525 Primärer und sekundärer KaiserschnittLernreihe1 von 13

Gelöstes Beispiel — lesen Sie, wie dieser Fall kodiert wird. Die nächsten Fälle lösen Sie selbst.

Geplanter Kaiserschnitt bei Steißlage

Bei einer 30-jährigen Erstgebärenden liegt das Kind am Ende der Schwangerschaft in reiner Steißlage; ein äußerer Wendungsversuch zwei Wochen zuvor in der Schwangerenambulanz war erfolglos. Daraufhin wird ein Kaiserschnitttermin vereinbart. Bei 39+1 SSW wird sie am Morgen des OP-Tags ohne Wehen aufgenommen, und die Sectio wird wie geplant mit transisthmischem Querschnitt durchgeführt. Ein lebender Junge von 3350 g wird entwickelt; das Wochenbett verläuft unauffällig.

  • HauptdiagnoseO32.1

    Die Beckenendlage ist Grund für die Schnittentbindung vor Wehenbeginn; ein Geburtshindernis bestand nicht (1512, Inklusivum bei O32.–).

    „liegt das Kind am Ende der Schwangerschaft in reiner Steißlage“

  • NebendiagnoseO09.6

    39 vollendete Wochen bei Aufnahme (1508).

    „Bei 39+1 SSW wird sie am Morgen des OP-Tags ohne Wehen aufgenommen“

  • NebendiagnoseZ37.0

    Resultat der Entbindung bei der Mutter (1507).

    „Ein lebender Junge von 3350 g wird entwickelt“

  • Prozedur5-740.0

    Geplant, Entscheidung vor Einsetzen der Wehen: primäre Sectio (1525); die Sectio mit transisthmischem Querschnitt ist nach dem Hinweis bei 5-740 die klassische Sectio.

    „die Sectio wird wie geplant mit transisthmischem Querschnitt durchgeführt“

Nach 1525 ist ein Kaiserschnitt primär, wenn er als geplante Prozedur erfolgt und die Entscheidung vor Einsetzen der Wehen getroffen wurde. Beides trifft zu: 5-740.0. Die Technik entscheidet über den Kode: Den transisthmischen Querschnitt bildet der OPS als klassische Sectio (5-740) ab, nicht als Misgav-Ladach-Sectio. Die Beckenendlage ohne Geburtshindernis ist O32.1 (1512); O32.– schließt die Schnittentbindung vor Wehenbeginn ausdrücklich ein. Die äußere Wendung war ambulant und wird nicht kodiert. Dazu O09.6 (1508) und Z37.0 (1507).

Warum nicht …?

  • O64.1 — Warum nicht Geburtshindernis durch Beckenendlage? Es gab keine Wehen und kein Geburtshindernis; dann ist O32.1 zu kodieren (1512).
  • 5-740.1 — Warum nicht sekundäre Sectio? Die Sectio war geplant und die Entscheidung fiel vor Einsetzen der Wehen (1525).
  • 5-749.10 — Warum nicht Misgav-Ladach-Sectio? Beschrieben ist ein transisthmischer Querschnitt; der OPS ordnet ihn der klassischen Sectio 5-740 zu.
  • 8-510.1 — Warum nicht misslungene äußere Wendung? Sie fand zwei Wochen zuvor ambulant statt und gehört nicht zu diesem Aufenthalt.
  • 9-262.0 — Warum nicht postnatale Routineversorgung des Neugeborenen? Der Hinweis bei 5-74 verweist zwar auf 9-262, dieser Kode gehört aber in den Fall des Kindes, nicht der Mutter.

Quellen: DKR 2026 1525j, DKR 2026 1512m, DKR 2026 1507e, DKR 2026 1508n