Eine 72-jährige Patientin wird zur elektiven Implantation einer zementfreien Hüfttotalendoprothese rechts bei primärer Koxarthrose aufgenommen. Intraoperativ verliert sie etwa 1,5 Liter Blut, der Volumenverlust wird mit kristalloiden und kolloidalen Lösungen ersetzt; Erythrozytenkonzentrate sind nicht erforderlich. Wegen diffuser Blutungsneigung im Wundgebiet wird das Fibrinogen bestimmt: 1,0 g/l bei präoperativ normalem Wert. Die Anästhesie stellt einen vorübergehenden erworbenen Fibrinogenmangel durch Verlust und Verdünnung fest und gibt 3 g Fibrinogenkonzentrat; danach steht die Blutung. Am Folgetag ist das Fibrinogen wieder normal.