Eine 84-jährige, allein lebende Patientin wird wegen zunehmender Schwäche und Belastungsdyspnoe aufgenommen. Sie ernährt sich seit Monaten fast ausschließlich von Weißbrot, Kuchen und Tee; Körpergewicht und Ernährungszustand sind unauffällig. Das Hämoglobin beträgt 7,9 g/dl bei deutlich erhöhtem MCV, der Folsäurespiegel ist stark erniedrigt, Vitamin B12 und Eisenwerte liegen im Normbereich. Diagnostiziert wird eine alimentäre Folsäuremangelanämie; Folsäure wird oral substituiert und die Kost umgestellt. Schwäche und Dyspnoe bessern sich bis zur Entlassung.