Ein fünf Monate alter Säugling mit bekanntem Down-Syndrom wird wegen einer seit drei Wochen bestehenden akuten eitrigen Otitis media links mit Eiterausfluss aus dem Gehörgang stationär aufgenommen. Im Abstrich des Ohrsekrets wächst Pseudomonas aeruginosa; das Kind erhält sechs Tage lang ein Antibiotikum intravenös nach Antibiogramm. Ein Herzfehler liegt nicht vor, ein Karyotyp ist nicht dokumentiert. Trinken, Gedeihen und Pflegebedarf entsprechen dem Alter; wegen des Down-Syndroms entsteht während des Aufenthalts kein zusätzlicher Aufwand. Nach Abklingen des Ausflusses wird das Kind nach Hause entlassen. Krankenhaus und Medizinischer Dienst sind uneins, ob das Down-Syndrom zu kodieren ist — kodieren Sie so, wie es der Schlichtungsausschuss entschieden hat.