Ein 34-jähriger Motorradfahrer wird nach einem Sturz auf der Landstraße mit einer geschlossenen Femurschaftfraktur rechts und einer geschlossenen Humerusschaftfraktur links aufgenommen; ein Weichteilschaden mit Gradangabe wird nicht beschrieben. Weitere Verletzungen liegen nicht vor, Lebensgefahr besteht zu keinem Zeitpunkt. Die Femurfraktur wird am Aufnahmetag geschlossen reponiert und mit einem Verriegelungsnagel aus Titan versorgt. Die Humerusfraktur wird konservativ in einer Oberarmorthese behandelt. Beide Frakturen haben die Aufnahme gleichermaßen veranlasst; der behandelnde Arzt bestimmt die Femurfraktur als Hauptdiagnose, weil ihre Versorgung die meisten Ressourcen verbraucht hat. Der Patient wird nach neun Tagen in die ambulante Weiterbehandlung entlassen.