Klinik für Geburtshilfe Entlassungsbrief Patientin: J. A., 31 Jahre, weiblich, II-Gravida, I-Para Stationärer Aufenthalt: 5 Tage Diagnosen: - Schwangerschaft 39+4 SSW, Aufnahme unter Wehen - Sekundäre Sectio caesarea bei pathologischem CTG - Hypothyreose - Anämie postpartal - Z. n. laparoskopischer Ovarialzystenentfernung rechts vor neun Jahren Anamnese: Aufnahme bei 39+4 SSW mit regelmäßigen Wehen alle vier Minuten seit drei Stunden. Erste Geburt vor vier Jahren spontan. Bisher unauffälliger Schwangerschaftsverlauf; oraler Glukosetoleranztest unauffällig, GBS-Abstrich negativ. Hypothyreose seit sieben Jahren; L-Thyroxin in der Schwangerschaft wegen steigender TSH-Werte von 75 auf 100 µg erhöht. Befunde bei Aufnahme: Einling in Schädellage, Muttermund 4 cm, Fruchtblase steht, CTG unauffällig. Labor: Hb 11,8 g/dl, TSH 2,3 mU/l. Verlauf: Zunächst regelrechter Geburtsfortschritt. Fünf Stunden nach Aufnahme bei Muttermund 7 cm anhaltende fetale Bradykardie von 80 bis 90/min über fünf Minuten, die sich trotz Lagewechsel und Tokolyse nicht erholte. Entscheidung zur sekundären Sectio caesarea aus kindlicher Indikation, durchgeführt in Misgav-Ladach-Technik in Spinalanästhesie. Entwicklung eines lebenden Mädchens, 3.290 g, APGAR 6/8/9, Nabelarterien-pH 7,17. Das Neugeborene wird als eigener Fall geführt. Blutverlust 700 ml, unauffällige Uteruskontraktion. Am 2. Tag Hb 8,4 g/dl mit Schwindel beim Aufstehen; Diagnose einer Blutungsanämie, einmalig Eisencarboxymaltose 1000 mg i.v. Am 4. Tag Hb 9,1 g/dl. Wochenbett sonst unauffällig, Wunde reizlos. L-Thyroxin wurde postpartal auf die Dosis vor der Schwangerschaft (75 µg) reduziert. Medikation bei Entlassung: L-Thyroxin 75 µg 1-0-0, Ibuprofen 400 mg bei Bedarf, Enoxaparin 40 mg s.c. für weitere zehn Tage. Procedere: Entlassung mit dem Kind nach Hause, Wochenbettbetreuung durch die Hebamme. TSH-Kontrolle in sechs Wochen bei der Hausärztin. Intrakutannaht, kein Fadenzug nötig.