Bei einer 30-jährigen Erstgebärenden liegt das Kind in Beckenendlage; in der Sprechstunde wurde deshalb ein Kaiserschnitt für 39+3 SSW geplant. Bei 38+5 SSW wird sie mit regelmäßigen Wehen aufgenommen; die Fruchtblase ist eine halbe Stunde nach Wehenbeginn zu Hause gesprungen. Bei der Aufnahmeuntersuchung tastet die Hebamme eine vorgefallene Nabelschnur; die kindliche Herzfrequenz ist noch unauffällig. Wegen der drohenden Kompression der Nabelschnur wird sofort eine Notsectio in Misgav-Ladach-Technik durchgeführt, ein lebender Junge von 3150 g wird entwickelt. Die Ärzte halten fest, dass der Nabelschnurvorfall die Notsectio erzwungen und den Aufenthalt hauptsächlich bestimmt hat.