Eine 30-jährige Patientin wird bei 32+3 SSW wegen einer fetalen Wachstumsretardierung mit auffälligem Doppler der Nabelschnurarterie zur Überwachung aufgenommen. Es erfolgen tägliche CTG-Kontrollen und regelmäßige Doppler-Untersuchungen; eine Lungenreifeinduktion wird durchgeführt. Spontane Wehen treten nicht auf. Als sich der Doppler weiter verschlechtert, wird die Entbindung durch Kaiserschnitt für den nächsten Morgen geplant; das CTG bleibt unauffällig, eine Notfallsituation besteht nicht. 15 Tage nach der Aufnahme, bei 34+4 SSW, wird vor Wehenbeginn und bei stehender Fruchtblase die geplante Sectio caesarea in Misgav-Ladach-Technik durchgeführt. Ein lebendes Kind von 1650 g wird entwickelt und als eigener Fall neonatologisch betreut.