Eine 32-jährige Erstgravida wird bei 30+5 SSW mit Blutdruckwerten bis 175/115 mmHg, ausgeprägter Proteinurie und Kopfschmerzen aufgenommen; diagnostiziert wird eine schwere Präeklampsie. Sie erhält Magnesium und Antihypertensiva, eine Lungenreifeinduktion wird begonnen. Wegen weiter steigender Blutdruckwerte wird noch vor Wehenbeginn entschieden, die Schwangerschaft nach Abschluss der Lungenreifeinduktion durch Kaiserschnitt zu beenden; eine Notfallsituation tritt bis dahin nicht ein. Am Folgetag wird ohne Wehen und bei stehender Fruchtblase die geplante Sectio caesarea in Misgav-Ladach-Technik durchgeführt. Ein lebendes Mädchen wird entwickelt und auf die neonatologische Intensivstation verlegt. Das Wochenbett der Mutter verläuft ohne weitere Komplikationen.