Bei einem 71-jährigen Patienten wurden vor zwölf Jahren in einer Bypassoperation die linke A. thoracica interna auf den Ramus interventricularis anterior und ein Venenbypass auf die rechte Koronararterie angelegt. Die ambulante Koronarangiographie zeigt jetzt einen langstreckigen Verschluss des Venenbypasses; der Arterienbypass ist offen, die nativen Koronararterien haben keine neuen Stenosen. Angina pectoris besteht nicht, eine ambulante Stress-Kernspintomographie zeigt aber eine ausgedehnte Ischämie der Hinterwand; eine Katheterbehandlung ist nicht möglich. Über eine erneute Sternotomie wird unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine in Normothermie der verschlossene Venenbypass durch einen neuen Venenbypass ohne äußeres Stabilisierungsnetz auf die rechte Koronararterie ersetzt. Die entnommene V. saphena magna wird bis zur Anastomosierung in einer Lösung ohne Chelatbildner aufbewahrt. Der Verlauf ist komplikationslos, Entlassung am elften Tag.